Schwerpunkt 1: Lehren und Lernen

Zentrale Annahmen dieses Forschungskonzeptes an der PHSt sind die Berücksichtigung der Ansätze zur Gestaltung innovativer Lernumgebungen, die auf problemlösendes, selbstreguliertes Lernen abzielen und Gestaltungskriterien zu sozialen Kognitionsmöglichkeiten berücksichtigen. Beim selbstregulierten Lernen wird der Autonomie als zentraler Wert in Unterrichtssituationen eine besondere Bedeutung zugesprochen. Diese wird als Voraussetzung für eine zunehmende Selbststeuerung und Eigenverantwortlichkeit beim Lernen angesehen.

Gestaltungskriterien für innovative Lehr-Lernsettings fußen auf den Vorläuferannahmen der moderat konstruktivistisch didaktischen und kooperativ didaktischen Strömungen. In diesen Forschungskonzepten wird die pädagogische Praxis in erster Linie jeweils von einem Set zugrundeliegender Werte bestimmt. Die Wertepalette persönliche Autonomie, das Generieren und Fruchtbarmachen von neu erarbeiteten Problemlösungsansätzen, Pluralismus, persönliche Relevanz, aktives Engagement, Reflexivität und Zusammenarbeit, bezieht sich auf das gesamte Umfeld des Lehr-Lern-Prozesses. Die vorgeschlagenen sieben Werte fließen in ausbalancierter Weise unter Berücksichtigung der situationsspezifischen Aspekte der jeweiligen Lehr-Lern-Einheit in die konkrete Umsetzung von didaktischen Designs ein und sind optimalerweise handlungsleitend. Sie wirken adaptiv auf das jeweilige Denken und Handeln der Lernerin bzw. des Lerners ein. Somit ist es Aufgabe jedes Lehrenden und Lernenden, konstant Handlungen im Lernprozess zu reflektieren, mit Lernenden zu diskutieren und mit Ansichten, Einstellungen bzw. Meinungen der Lehrenden im Diskurs prozessual zu vergleichen.

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