Forschungsprojekte der Bereiche Diversität und Internationales

 

Die Pädagogische Hochschule Steiermark ist in zahlreiche (internationale) Forschungsprojekte zu den Themenbereichen Diversität und Internationales eingebunden. Die folgende Projekte zeigen exemplarische das Betätigungsfeld in diesem Feld. 

Die Effekte von Erasmus+ Studierendenmobilität: Ergebnisse aus qualitativer und quantitativer Perspektive

Die Effekte von Erasmus+ Studierendenmobilität: Ergebnisse aus qualitativer und quantitativer Perspektive

Studierenden steht im Rahmen ihrer Ausbildung die Möglichkeit einer Studierendenmobilität offen. Besonders für Studierende in der PädagogInnenbildung wird diese Möglichkeit zur Studierendenmobilität als sehr vorteilhaft für den künftigen Beruf erachtet. Large-Scale-Studien zu Studierendenmobilität zeigen auf, dass diese Vorteile vor allem auf der Ebene von Persönlichkeitsmerkmalen zustande kommen. Obwohl die untersuchten Persönlichkeitsmerkmale (z.B. Problemlösungsfähigkeit, Aufgeschlossenheit) als relevant auch für den Lehrerberuf erachtet werden, ergeben sich zwei grundlegende Probleme in der Übertragbarkeit dieser Forschungsergebnisse auf Studierende in der PädagogInnenbildung: Erstens lag der Fokus der Large-Scale-Studien nicht auf Studierenden in der PädagogInnenbildung und zweitens entsprechen die untersuchten Persönlichkeitsmerkmale nicht der üblichen Taxonomie für Persönlichkeitsmerkmale (Big 5), für welche eine Fülle von Forschungsergebnissen bzgl. des Lehrerberufs und der Lehrerausbildung vorhanden ist. Die hier vorgeschlagene Studie soll die sich daraus ergebende Forschungslücke schließen: Einerseits soll der direkte Bezug zur PädagogInnenbildung und zum Lehrerberuf hergestellt werden und andererseits soll die übliche Taxonomie für Persönlichkeitsmerkmale (Big 5) aufgegriffen werden. Die daraus gewonnenen Forschungsergebnisse zu Studierendenmobilität können dadurch direkt auf den Lehrerberuf und die Lehrerausbildung übertragen werden und finden Anschluss an die vorhandene Literatur zu Persönlichkeitsmerkmalen in Lehrerberuf und -ausbildung.

Projektziele 

Es soll für Persönlichkeitsmerkmale, die breiter als in der Impact-Study sind und die relevant für den Lehrerberuf sind, untersucht werden, ob Studierenden, die sich für einen Erasmus+ Auslandsaufenthalt entscheiden, sich von jenen unterscheiden, die keinen Erasmus+ Auslandsaufenthalt anstreben. Weiters soll geprüft werden, ob diese Unterschiede durch den Erasmus+ Auslandsaufenthalt noch stärker ausgeprägt werden.

Es soll überprüft werden, ob durch Erasmus+ bei den Studierenden sich tatsächlich

  • einzigartige Lernerfahrungen bieten, die sonst nicht möglich wären,
  • welchen (selbsteingeschätzten) direkten Nutzen sich für den künftigen Beruf ergibt, und
  • welche Effekte in Bezug auf Persönlichkeitsmerkmale bestehen.

Kontakt

Projektleitung gesamt

Heiko Vogl, BEd MA
Institut für Diversität und Internationales

Forschungsteam

Mag.a Susanne Linhofer
Institut für Diversität und Internationales

Mag. Dr. Georg Krammer
Institut für Praxislehre und Praxisforschung

Digi.DaZ – Begleitforschung

Digi.DaZ – Begleitforschung

Evaluation digitalen Lernens im Bereich Deutsch als Zweitsprache und Muttersprachlicher Unterricht.

Dieses Forschungsprojekt ist ein Begleitforschungsprojekt zum Projekt Digi.DaZ von Land Steiermark, PH Steiermark und LSR für Steiermark, in dem Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht für SchülerInnen in peripheren Schulen als digitaler Distanzunterricht angeboten werden soll. Die Begleitforschung soll sich auf die Frage konzentrieren, ob und wie ein solcher Unterricht tatsächlich umsetzbar ist und wie effizient er im Vergleich zu konventionellem Präsenzunterricht eingeschätzt wird. Ein weiterer Aspekt, der untersucht wird, ist die Frage, ob ein „digitaler Mehrwert“ erreicht wird, indem etwa innovative digital unterstützte Lernformen ermöglicht werden. Hierzu werden bis zu 30 h Video- bzw. Audioaufnahmen der Unterrichtsstunden sowie Vor- und Nachbereitungsdokumente der Lehrkräfte  ausgewertet und in einer zweiten Phase zehn Leitfadeninterviews mit Lehrkräften geführt. Die Projektergebnisse sollen dazu dienen, den Erfolg und die Sinnhaftikgkeit des Projekts zu bewerten und als Grundlage für etwaige Weiterentwicklungen und Adaptierungen dienen.

Projektziele 

Es soll untersucht werden, 

  • ob und wie digitaler Distanzunterricht im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) umsetzbar ist;
  • ob die verwendete Hard- und Software für den Zweck DaZ-Unterricht geeignet ist;
  • ob der digitale Distanzunterricht ähnlich effektiv wie vergleichbarer Präsenzunterricht sein kann; 
  • ob ein Mehrwert gegenüber herkömmlich organisiertem DaZ-Unterricht erreicht werden kann. 

Das Erkenntnisziel wäre auch dann erreicht, wenn eine, einige oder gar alle Fragen negativ beantwortet wer-den müssen. Dann wäre allerdings anzustreben, die Gründe für diesen Befund zu dokumentieren, um das Setting für zukünftige Projekte entsprechend adaptieren zu können.

Kontakt

Projektleitung gesamt

Univ.-Doz. Mag. Dr. Klaus-Börge Boeckmann
Institut für Diversität und Internationales

Forschungsteam

Mag.a Susanne Linhofer
Institut für Diversität und Internationales

Martin Teufel, BEd MA
Institut für Digitale Kompetenz und Medienpädagogik

Heiko Vogl, BEd MA
Institut für Diversität und Internationales

Mag.a Martina Huber-Kriegler
Institut für Diversität und Internationales
Bundeszentrum für Interkulturalität, Migration und Mehrsprachigkeit (BIMM)

Sprachliche Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit in den Curricula der Primarstufe

Sprachliche Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit in den Curricula der Primarstufe

Das Forschungsprojekt „Sprachliche Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit in den Curricula der Primarstufe“ bezieht sich auf die Pädagog/innenbildung Neu und erforscht die Verankerung des Themenfelds sprachliche Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit in den Curricula der Primarstufe auf Bachelor- und Masterniveau der nationalen Pädagogischen Hochschulen (PHn).

Das Projekt ist als kooperatives Projekt angelegt und wird von der PH OÖ, PHSt, PHT, PHV und dem BIMM durchgeführt.

Projektziele 

Die Ergebnisse des Projekts stellen eine themenspezifische, systematische Analyse der Curricula für die Primarstufe dar und leisten einen Beitrag zur weiteren Qualitätsentwicklung der Curricula betreffend die Verankerung dieses Diversitätsfeldes. Gleichzeitig zeigt das methodische Vorgehen im Projekt ein Modell für die themenspezifische Analyse von Curricula auf.

Ziel des Projekts ist es zu analysieren

  • mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten
  • wie nachhaltig (in welcher Quantität und Qualität) und
  • in welchen Studienfachbereichen

das Themenfeld in den Curricula der vier Entwicklungsverbünde verankert ist.

Weiter Informationen siehe: https://www.bimm.at/themenplattform/thema/paedagoginnenbildung-im-kontext-von-mehrsprachigkeit-und-migration/#forschungsprojekt-zu-den-curricula-der-primarstufe-der-paedagoginnenbildung-neu

Kontakt

Mag.a Dr.in Barbara Schrammel-Leber
Bundeszentrum für Interkulturalität, Migration und Mehrsprachigkeit (BIMM)

Mag.a Dagmar Gilly
Bundeszentrum für Interkulturalität, Migration und Mehrsprachigkeit (BIMM)
Institut für Diversität und Internationales

Mag. Dr. Peter Theurl
PH Vorarlberg

Mag.a Catherine Carré-Karlinger
Institut für Diversität und Internationales

Mag.a Dr.in Verena Gučanin-Nairz
PH Tirol

Univ.-Doz. Mag. Dr. Klaus-Börge Boeckmann
Institut für Diversität und Internationales

Katharina Lanzmaier-Ugri, BEd
Bundeszentrum für Interkulturalität, Migration und Mehrsprachigkeit (BIMM)

Foto: M. Größler / PHSt