Leitbild und Profil der Pädagogischen Hochschule Steiermark

Studentinnen und Student

 

Lernen. Lehren. Forschen. Wir gestalten Bildungszukunft!

Weil wir Bildung erforschen, Pädagoginnen und Pädagogen Aus-, Fort- und Weiterbildung anbieten und Schulen beraten

Imagefilm der Pädagogischen Hochschule Steiermark 

Leitbild

Die Pädagogische Hochschule Steiermark (PHSt) ist eine der größten österreichischen Bildungsinstitutionen zur Professionalisierung von Pädagoginnen und Pädagogen und zur Unterstützung der Qualitätssicherung im Bildungswesen. Ihre Kernaufgaben sind professionsbezogene Lehre, Forschung und Beratung und sie wendet sich an in Ausbildung befindliche und im Dienst stehende Pädagoginnen und Pädagogen sowie an professionelle Lerngemeinschaften von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.

Sie fördert die Bildung lernender Menschen und dient den gesellschaftlichen Zielen Demokratie, Freiheit, Toleranz, Wohlstand, Umweltschutz und Chancengerechtigkeit. Als erste UNESCO-Hochschule Österreichs versteht sie sich als eine Bildungseinrichtung, die die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Menschen als Ressourcen begreift und diesen so die Möglichkeit gibt, ihre persönlichen Potenziale zu entfalten. In der Überzeugung, dass Bildung eine weltoffene Haltung voraussetzt, geht sie sowohl in der Lehre als auch in der Forschung und Entwicklung regionale, nationale und internationale Kooperationen ein. Dem Streben nach Internationalität entsprechend gilt Interkulturalität als Prinzip in der Lehre, wird Forschung im internationalen Kontext betrieben und Mobilität in einem weltweiten Netzwerk von internationalen Partneruniversitäten gefördert. Durch die enge Kooperation mit den Pädagogischen Hochschulen und lehramtsanbietenden Universitäten der Bundesländer Steiermark, Kärnten und Burgenland im Rahmen des Entwicklungsverbundes (EVSO) und des Hochschulverbundes Süd-Ost (HVSO) gewährleistet die PHSt höchste Standards sowohl in den Fachwissenschaften als auch in Pädagogik und Didaktik und trägt darüber hinaus zur Durchlässigkeit der Pädagog/innenbildung in Österreichs Region Süd-Ost bei.

Das Studium der Pädagogischen Hochschule Steiermark schreibt sich in ein Professionalisierungskontinuum ein und ermöglicht lebensbegleitendes Lernen von der Ausbildung über den Berufseinstieg bis zur Fort- und Weiterbildung. Es umfasst Lehramtsstudien mit Bachelor- und Masterabschlüssen für die Primarstufe, die Sekundarstufe Allgemeinbildung und die Sekundarstufe Berufsbildung, das Bachelorstudium der Elementarpädagogik sowie Programme der Fort- und Weiterbildung für Pädagoginnen und Pädagogen. Die Eignung der Lehramtsstudierenden wird durch ein Aufnahmeverfahren festgestellt und sie schließen mit dem akademischen Grad Bachelor of Education (BEd) bzw. Master of Education (MEd) ab. Die Studienangebote der Fort- und Weiterbildung sind evidenzbasiert, orientieren sich an der Unterstützung von Personal-, Unterrichts- und Organisationsentwicklung und bieten nachhaltig wirksame Formate mit und ohne Zertifizierung.

Die Lehre an der Pädagogischen Hochschule Steiermark umfasst Lehrveranstaltungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen sowie solche zur Beratung von professionellen Lerngemeinschaften, wie Lehrer/innenteams, ganze Schulen und Kindergärten oder Netzwerke von Bildungseinrichtungen. Sie ist einer Lehr- und Studienkultur verpflichtet, die dem besonderen Charakter einer pädagog/innenbildenden Hochschule auf hohem akademischem Niveau entspricht, von allen Beteiligten gemeinsam gepflegt wird und die Standards wissenschaftlicher Hochschuldidaktik umsetzt.

Die Beratung der Pädagogischen Hochschule Steiermark ist ein Angebot, das auf dem systemischen Konzept der Educational Governance basiert und sich vor allem an Führungspersonen, Schulen und Schul- oder andere Bildungsnetzwerke richtet. Sie verfolgt das Ziel nachhaltiger Qualitäts- und Innovationsentwicklung. Im Rahmen der Unterstützungs- und Beratungsleistungen werden Führungspersonen trainiert und Qualitätsentwicklungsprozesse begleitet.

Die Forschung an der Pädagogischen Hochschule Steiermark ist professionsbezogene Bildungs- und Praxisforschung, die auf akademischer Freiheit und wissenschaftlichen Standards basiert und sich internationalen Leistungsvergleichen unterzieht. In der Bildungsforschung wird gefragt, wie Menschen lernen und wie Bildung gelingen kann. Die Forschungstätigkeiten fokussieren auf die Forschungsschwerpunkte "Lehren & Lernen", "Fachdidaktik" und "Professionalität & Schule". In der Praxisforschung wird unterrichtliches und schulisches Handeln untersucht und entwickelt. Insgesamt bringt die Forschung im internationalen Forschungskontext anerkannte Erkenntnisse und Produkte hervor, die Eingang in die forschungsgeleitete Lehre finden und zur Qualität der Wissens- und Handlungsqualität von Akteurinnen und Akteure im Bildungsbereich beitragen.

Die Praxis der Pädagogischen Hochschule Steiermark ist stets am letzten Stand, da sie entlang der jeweils aktuellen Erkenntnissen der Bildungsforschung und in Zusammenarbeit mit allen Akteurinnen und Akteuren des Bildungswesens, insbesondere Schulen und den dort tätigen Pädagoginnen und Pädagogen entwickelt wird. In Praktika lernen Lehramtsstudierende theoriegeleitet und didaktisch fundiert zu unterrichten und zu reflektieren. In Fort- und Weiterbildungslehrveranstaltungen entwickeln Pädagoginnen und Pädagogen ihre Handlungsqualität für Erziehung, Unterricht und Schule weiter. Damit werden sie befähigt, jederzeit auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren.

Die Professorinnen und Professoren der Pädagogischen Hochschule Steiermark arbeiten im Dienste der Professionalisierung des Lehrerberufs und der Qualitätsverbesserung von Unterricht, Schule und Kindergarten. Entsprechend dem Mission Statement "Lernen. Lehren. Forschen. Wir gestalten Bildungszukunft!" fühlen sie sich höchster Qualität und steter Innovation verpflichtet. Aufgrund ihrer Berufsbiografien verfügen sie über theoretisches und praktisches Wissen. Sie rezipieren und betreiben pädagogische und fachbezogene Forschung, bringen diese in Zusammenhang mit der Praxis und bemühen sich so um eine Balance zwischen Professionsorientierung und Wissenschaftsfundierung. Ihre Tätigkeit stellt die Studierenden und deren Kompetenzerwerb in den Mittelpunkt. Dabei folgen sie dem Konzept der Aneignungsdidaktik und dem gemeinsamen Lehrkompetenzmodell aller tertiären Bildungsinstitutionen in der Steiermark. Des Weiteren vermitteln sie die im Entwicklungsverbund Süd-Ost erarbeiteten Kernelemente der Profession, wie Inklusive Pädagogik mit Fokus auf Begabung und Behinderung, den Umgang mit Diversität mit Fokus auf Mehrsprachigkeit, Interkulturalität und Interreligiosität, Genderbewusstsein, Global Citizenship Education, Medienbildung sowie Sprache und Literalitätskompetenzen. Die Fachwissenschaften, die Fachdidaktiken, die Forschung, die Pädagogisch-Praktischen Studien und die Qualitätsentwicklung im Bildungswesen sind personell und inhaltlich eng miteinander verschränkt. Alle Lehrenden verfolgen das Ziel der Heranbildung wissenschaftlich reflektierender Praktiker/innen.

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