Rechenschwierigkeiten - Dyskalkulie
Der Hochschullehrgang „Rechenschwierigkeiten - Dyskalkulie“ zielt auf eine professions- und praxisorientierte Weiterbildung für die im Berufsfeld notwendigen Kompetenzen in der Begleitung von Schüler*innen mit Rechenschwierigkeiten ab. Er vermittelt fundierte Kenntnisse zum schulischen Umgang mit Dyskalkulie/Rechenschwierigkeiten sowohl in der Primar- als auch in der Sekundarstufe. Durch den Erwerb fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Kompetenzen in den Bereichen Prävention, Diagnose und Förderung können Schüler*innen mit Rechenschwierigkeiten frühzeitig erkannt und gezielt gefördert werden.
Überblick zum Hochschullehrgang
Damit Sie sich ein möglichst realistisches Bild vom Hochschullehrgang „Rechenschwierigkeiten – Dyskalkulie“ machen können, möchten wir Ihnen die wichtigsten organisatorischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen auf einen Blick zusammenfassen. Ziel ist es, dass Sie bereits vor Beginn des Lehrgangs ein möglichst klares Bild der Anforderungen, des zeitlichen Umfangs und der inhaltlichen Schwerpunkte erhalten, um Ihre Entscheidung gut informiert treffen zu können.
Aufbau und Arbeitsaufwand
Der Hochschullehrgang ist modular aufgebaut und umfasst insgesamt 20 ECTS-Punkte. Das bedeutet, dass neben den Präsenzzeiten auch ein entsprechender Workload für Vor- und Nachbereitung, Arbeitsaufträge (z. B. Testinstrumente im Klassensetting einsetzen, Individualdiagnostik durchführen, Förderkonzept und -materialien erstellen) sowie selbstständige Vertiefung einzuplanen ist.
Lehrveranstaltungsformate und Anwesenheitspflicht
Die Lehrveranstaltungen bestehen aus einem Mix aus Präsenz- und Onlineformaten, wobei insbesondere in den ersten beiden Semestern vermehrt Präsenzlehrveranstaltungen in Graz stattfinden. Dabei wird zwischen Vorlesungen und Seminaren unterschieden: Während bei Vorlesungen grundsätzlich keine Anwesenheitspflicht besteht, ist bei Seminaren eine Anwesenheit von mindestens 75 % verpflichtend. Im Zuge der Vorlesung ist eine schriftliche Prüfung vor Ort (Graz) abzulegen.
Die Lehrveranstaltungstermine für das Studienjahr 2026/27 stehen fest und können hier abgerufen werden:
Termine Liste
Termine Kalender
Inhaltliche Schwerpunkte des Lehrgangs
Zu Beginn des Hochschullehrgangs liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung fundierter theoretischer Grundlagen. Ziel ist es, ein solides fachliches Fundament aufzubauen, auf dem die weiteren Inhalte aufbauen. Im weiteren Verlauf wird ein multiperspektivischer Blick auf das Thema Rechenschwierigkeiten – Dyskalkulie eröffnet. Verschiedene Professorinnen und Professoren ermöglichen durch ihre unterschiedlichen fachlichen Zugänge eine umfassende Auseinandersetzung mit theoretischen Grundlagen, Diagnostik, fachdidaktischen Perspektiven sowie der praktischen Planung und Umsetzung von Fördermaßnahmen.
Fokus auf die Primarstufe
Viele Inhalte orientieren sich an fachdidaktischen Ansätzen der Primarstufe, da hier wesentliche Grundlagen des mathematischen Lernens gelegt werden. Für Lehrpersonen der Sekundarstufe I bedeutet dies, dass zahlreiche Themen zunächst stark auf den Primarstufenbereich bezogen erscheinen können. Gerade dieser Blick über den Tellerrand stellt jedoch einen wichtigen fachlichen Mehrwert dar.
Praxisphase im dritten und vierten Semester
Ein besonders praxisnaher Teil des Lehrgangs findet im dritten und vierten Semester (Schuljahr 2027/28) statt. In dieser Phase begleiten Sie über zwei Semester hinweg ein rechenschwaches Kind bzw. ein Kind mit Rechenschwierigkeiten an Ihrem Schulstandort. Bitte klären Sie rechtzeitig mit der Schulleitung, ob schulische Förderressourcen bzw. Stunden dafür zur Verfügung gestellt werden können oder ob diese Begleitung zusätzlich zur regulären Unterrichtsverpflichtung erfolgt. Eine frühzeitige Organisation ist hierbei zentral und sollte auch in Ihre Entscheidungsfindung einfließen.
Anmeldung
Anmeldung
Die Anmeldung zum „Rechenschwierigkeiten - Dyskalkulie“ ist von 01.05.2026 bis zum 31.05.2026 möglich. Bitte beachten Sie die folgenden wichtigen Hinweise zum Anmeldevorgang:
Um sich für den Hochschullehrgang, müssen Sie
- das Bewerbungsmanagement in PH Online durchführen und
- sich beim Anmeldeportal in PH Online anmelden.
Nur wenn beide Schritte erfüllt sind, kann Ihre Bewerbung berücksichtigt werden. Im Zuge des Bewerbungsmanagements wird geprüft, ob Sie die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen. Die Anmeldung beim Anmeldeportal ist für das Dienstauftragsverfahren notwendig.
Genaue Informationen und Anleitungen zum Bewerbungsmanagement und dem Anmeldevorgang finden Sie unter dem Punkt „Anmeldung“ auf unserer Service-Website: Service für Anmeldungen
Bei weiteren Fragen zur Anmeldung Sie sich bitte an Mag.a Andrea Karner, BEd. PhD
Zielgruppe
Zielgruppe
Der Hochschullehrgang richtet sich an die Schularten Volksschule, Mittelschule, Polytechnische Schule, AHS sowie BMHS. Die Zielgruppe sind Pädagog*innen. Die Zulassung zu Hochschullehrgängen der Weiterbildung für Lehrer*innen gemäß § 39 Abs. 1 HG 2005 idgF setzt gemäß § 52f Abs. 2 idgF ein aktives Dienstverhältnis als Lehrer*in voraus. Darüber hinaus ist für die Zulassung zum Hochschullehrgang der erfolgreiche Abschluss eines Lehramtsstudiums für die Volksschule, Sonderschule, Primarstufe oder für die Sekundarstufe in den Unterrichtsfächern Mathematik oder „Inklusive Pädagogik“ oder eines Hochschullehrgangs Quereinstieg im Unterrichtsfach Mathematik bzw. eines außerordentlichen Masterstudiums Quereinstieg im Unterrichtsfach Mathematik notwendig.
Abschluss / Studiendauer
Abschluss / Studiendauer
Studiendauer: 4 Semester
ECTS-Anrechnungspunkte: 20
Der Hochschullehrgang gilt als erfolgreich absolviert, wenn alle Module und Lehrveranstaltungen positiv abgeschlossen wurden. Nach Abschluss des Hochschullehrgangs ist der*dem Absolventen*in ein Hochschullehrgangszeugnis auszustellen. Gemäß § 39 Abs. 6 HG ist als Höchststudiendauer die folgende vorgesehen: die mindestens vorgesehene Studienzeit zuzüglich zwei Semester.
Curriculum
Curriculum
Das Curriculum finden Sie hier: Link
Hochschulleitung / Kontakt
Hochschulleitung / Kontakt
Andrea Karner
HS-Prof.in Mag.a Andrea Karner, PhD BEd
Institut für Sekundarstufe Allgemeinbildung
