16. April 2026 – Von 16.3. bis 20.3.2026 war die Fakultät für Bildende Künste der Universität La Laguna (Teneriffa/Spanien) Gastgeberin des Präsenzteils des kombinierten Intensivprogramms (BIP) „Heritage and Creativity for Inclusion“, das vom europäischen Konsortium STARS EU organisiert wird. Ziel dieses Programms ist es, die Rolle von kulturellem Erbe und Kreativität als wichtige Faktoren für gesellschaftliche Inklusion zu untersuchen.
Rund dreißig internationale Lehrende, Forschende und Fachleute, darunter Mag.a Viktoria Taucher MA PhD, Studienleitung Kunst und Gestaltung der Pädagogischen Hochschule Steiermark, nahmen daran teil und tauschten sich über ihre Erfahrungen und Perspektiven aus.
Während der Eröffnungsveranstaltung betonte der Koordinator José Sigut, PhD die wachsende Bedeutung solcher Programme im europäischen Hochschulraum. Besonders hervorgehoben wurde das hybride Format, das Online-Phasen mit kurzen Präsenztreffen kombiniert und so sowohl flexible Zusammenarbeit als auch persönlichen Austausch ermöglicht. Sigut unterstrich außerdem, dass Programme dieser Art verstärkt auch Bereiche wie Kunst und Kreativwirtschaft einbeziehen sollten, da diese bisher gegenüber Disziplinen wie Ingenieurwesen oder Wirtschaft unterrepräsentiert seien. Eine Besonderheit dieses BIP ist zudem seine Ausrichtung auf Lehrkräfte, während vergleichbare Programme meist Studierende in den Mittelpunkt stellen.
Auch Noemí Peña, PhD, Mitorganisatorin und Vizedekanin der Fakultät, begrüßte die Teilnehmenden. Sie erklärte, dass die Online-Phase bereits im Februar begonnen habe und Fachleute aus mehreren Ländern, darunter Tunesien, Österreich, Frankreich, Tschechien und Portugal, zusammenbringe. Die Präsenzwoche lief bis zum 20. März und umfasst eine Mischung aus Arbeitssitzungen, kreativen Workshops und kulturellen Aktivitäten, die den Austausch über Methoden und Ansätze zur Förderung von Inklusion durch Kunst und Kulturerbe unterstützen.
Zu den Programmpunkten gehören Workshops und Sitzungen zur Kunst und Kreativwirtschaft, die sich sowohl an Lehrende als auch an Masterstudierende richten. Besondere Aktivitäten sind etwa der Workshop „Whistled Dialogues“, der das Pfeifen als immaterielles Kulturerbe untersucht, sowie „Cibulák“, ein künstlerischer Workshop im Garten der Fakultät. Ergänzt wird das Programm durch kulturelle Besichtigungen bedeutender Orte auf Teneriffa und gemeinsame kreative Arbeitsphasen.
Den Abschluss bildet eine Gemeinschaftsausstellung im Kulturzentrum „La Capilla“, in der die während des Programms entstandenen künstlerischen Arbeiten präsentiert werden, darunter Viktoria Tauchers Werk „Maria“, welches sich mit der österreichischen Tradition des Kreuzstichs auseinandersetzt. Diese Ausstellung bietet die Möglichkeit, die Ergebnisse und Reflexionen des internationalen Austauschs einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.