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European Policy Statement

Zwei Personen schütteln die Hände

 

Das European Policy Statement der Pädagogischen Hochschule Steiermark beschreibt in aller Kürze die Kooperationsstrategie der Pädagogischen Hochschule Steiermark im Rahmen des Erasmus+ Programms 2021–2027. Dargelegt werden die Strategie, die Ziele und die Prioritäten in Bezug auf europäische Aktivitäten und insbesondere das Erasmus+ Programm. Ebenso erläutert wird, wie die Qualität der Maßnahmen gewährleistet wird.

European Policy Statement zum Downloaden

Strategie

Strategie

Europäischer Bildungsraum – Europäischer Hochschulraum

Die Pädagogische Hochschule Steiermark befürwortet und unterstützt die Initiativen der Europäischen Kommission zum Aufbau eines europäischen Bildungsraums und die damit verbundene Vision eines Europas, in dem

  • Auslandsaufenthalte zu Studien- und Lernzwecken zur Norm werden,
  • Hochschulabschlüsse EU-weit anerkannt werden,
  • es gängig ist, neben der Muttersprache zwei weitere Sprachen zu sprechen,
  • jeder unabhängig von seinem sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund Zugang zu hochwertiger Bildung hat und
  • sich die Menschen ihrer europäischen Identität, des kulturellen Erbes Europas und dessen Vielfalt voll und ganz bewusst sind.

Gemäß des Entwurfs der Nationalen Strategie für qualitätsvolle transnationale Mobilität und die Internationalisierung der Lehre an den österreichischen Hochschulen (HMIS 2020) führt internationale Mobilität zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen, die der jungen Generation die Fähigkeit zu global vernetztem und innovativem Denken ermöglichen. Diese sind von entscheidender Bedeutung, um im europäischen und globalen Wettbewerb bestehen zu können. Daher sind umfassend ausgebildete und mit breiten persönlichen und interkulturellen Kompetenzen ausgestattete Hochschulabsolvent*innen eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherung des Bildungs-, Wissenschafts-, und Forschungsstandortes Österreich.

Die im oben angeführten Entwurf formulierte Schirmfrage „Wie können wir qualitätsgesichert internationale und interkulturelle Kompetenzen für alle erreichen?“ fungiert als wichtige Leitfrage der Internationalisierungsbestrebungen an der PH Steiermark.

Die Pädagogische Hochschule bekennt sich zu den Grundsätzen und Zielen des Europäischen Hochschulraumes sowie den damit verbundenen Transparenzinstrumenten. Auf die besondere Bedeutung der Mobilität von Lehramtsstudierenden für die Bildung zukünftiger Generationen von „Europäerinnen und Europäern“ wird im Yerevan Ministerial Communiqué (2015) hingewiesen.

Internationalisierung ist ein hochschulübergreifender Prozess.

Internationalisierung ist ein im Profil der PH Steiermark verankertes Prinzip und integrativer Bestandteil aller Leistungsbereiche der Hochschule. Sie wird entsprechend der Definition der Studie des Europäischen Parlaments „Internationalisation of Higher Education“ als hochschulübergreifender, zielgerichteter Prozess verstanden, der internationale, interkulturelle und globale Perspektiven integriert, alle an der Hochschule tätigen Personen miteinbezieht und wesentlich zur Steigerung der Qualität der Lehre und Forschung beiträgt und damit einen sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten kann.

Im Zentrum steht der kontinuierliche Ausbau von internationalen Kooperationen und Netzwerken.

Zentrale Schwerpunkte sind Kooperationen im Bereich der Mobilität zu Lehr- und Lernzwecken, internationaler Projekte, internationaler Forschung, sowie eine gelebte internationale Kultur an der Hochschule. Das bereits bestehende Netzwerk aus mehr als 70 internationalen Partnerhochschulen mit Schwerpunkt Europa wird derzeit verstärkt weltweit ausgebaut.

Wir bieten Professionalisierung für Pädagoginnen und Pädagogen sowie Beratung von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen im Umgang mit sprachlicher und kultureller Diversität.

Zukünftige und im Beruf stehende Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schulen, andere Bildungseinrichtungen und Bildungsnetzwerke werden durch maßgeschneiderte Bildungsangebote für den Umgang mit sprachlicher und kultureller Vielfalt professionalisiert. Die Mobilität von Lehramtsstudierenden wird zudem als wesentlicher Beitrag zur Förderung einer diversitätsoffenen Haltung von zukünftigen Pädagoginnen und Pädagogen an der PH Steiermark unterstützt.

Unsere berufsfeldbezogene Bildungsforschung ist international ausgerichtet.

Die Bildungsforschung an der Pädagogischen Hochschule Steiermark orientiert sich an internationalen wissenschaftlichen Standards. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen u. a. diversitätsorientierte Fragen und sind bestrebt, Forschungsprojekte und die Dissemination deren Ergebnisse durch Kooperationen, englischsprachige Publikationen und Kongresse international auszurichten.

Wir fördern die Mobilität in der Pädagog*innenbildung im Entwicklungsverbund Süd Ost.

Dies geschieht auch verbundübergreifend, wobei die PH Steiermark vertreten durch die Leitung des Instituts für Diversität und Internationales die eigens dafür eingerichtete „AG Studierendenmobilität“ für die Lehramtsausbildung in der Sekundarstufe Allgemeinbildung leitet. Mobilitätsförderende Maßnahmen, wie ein verbundweites einheitliches Anerkennungsprocedere, sowie die Öffnung der Studierendenmobilität für den Entwicklungsverbund Süd-Ost (EVSO) sind Beispiele dafür.

Wir beteiligen uns am EU Bildungsprogramm Erasmus+.

Die Beteiligung am Erasmus+ Bildungsprogramm der Europäischen Kommission ist eine der wichtigsten Mobilitäts- und Kooperationsmaßnahmen an der PH Steiermark.

Das Institut für Diversität & Internationales unterstützt und steuert die Internationalisierung der PH Steiermark.

Als Supportinstitut obliegen dem Institut für Diversität und Internationales die strategische Steuerung und die operative Planung der Internationalisierung der PH Steiermark. Seine Serviceleistungen umfassen die Beratung, Organisation und Evaluierung von Bildungsmobilitäten für Studierende und Hochschulpersonal, sowie Beratung, Dokumentation und Teilnahme an internationalen Projekten. Wichtiges Ziel der Tätigkeiten des Instituts ist eine diversitätsorientierte Öffnung auf allen Ebenen. Alle Aufgabenfelder wirken quer über die PH Steiermark.

Implementierung

Implementierung

Erasmus Leitaktion 1 (KA1) – Lernmobilität

Mobilität für Studierende und Hochschulpersonal

Erasmus Leitaktion 2 (KA2) Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Hochschuleinrichtungen

Partnerschaften für Zusammenarbeit und Austausch bewährte Verfahren
Partnerschaften für Spitzenleistungen – Europäische Hochschulen
Partnerschaften für Spitzenleistungen – Gemeinsame Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse Partnerschaften für Innovationen

Internationalisierung ist ein im Profil der PH Steiermark verankertes Prinzip und integrativer Bestandteil der Leistungsbereiche Lehre, Forschung, Entwicklung und Beratung.

Als europäisches Mobilitäts- und Bildungsprogramm ist Erasmus im Laufe der letzten drei Jahrzehnte zu einer tragenden Säule der Internationalisierung des europäischen Hochschulwesens geworden. Die Förderung von Mobilität und Internationalisierung der Hochschulbildung werden auch in den nächsten Jahren Priorität sein. Die Beteiligung der PH Steiermark an den Erasmus Leitaktionen 1 und 2 zählt zu den wichtigsten Mobilitäts-, Kooperations-, und Internationalisierungsmaßnahmen von Lehre und Forschung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Pädagog*innenbildung an der PHSt.

Alle Organisationseinheiten der PH Steiermark – Institute, Zentren, Abteilungen der Administration – werden dabei unterstützt sich an den angeführten Leitaktionen zu beteiligen. Das Institut für Diversität und Internationales bietet die dafür entsprechenden Serviceleistungen an wie Beratung, Organisation und Evaluierung von Bildungsmobilitäten für Studierende und Hochschulpersonal, sowie Beratung, Dokumentation und Teilnahme an internationalen Projekten. Vernetzung und Dissemination von Ergebnissen und Produkten sollen die Nachhaltigkeit von internationalen Kooperationen gewährleisten. Dies geschieht z. B. indem Erkenntnisse aus internationalen Kooperationsprojekten in die Lehre einfließen.

Große Relevanz kommt der Internationalisierung der Curricula (IoC) zu, z. B. durch Maßnahmen, die geeignet sind, den internationalen und interkulturellen Kompetenzerwerb aller Hochschulangehörigen qualitätsvoll zu fördern. Nationale Rahmenbedingungen sind in diesem Zusammenhang ebenso zu beachten, wie ausreichende institutionelle Ressourcenausstattung, die die Erreichung dieses Ziels unterstützen soll. Joint Programmes, Mobilitätsfenster, internationale Vernetzung z. B. im Bereich der Masterarbeiten, Integration von Gastlehre, mehrsprachige Lehrveranstaltungen und Publikationen, Teilnahme an und Organisation von internationalen Konferenzen und Kongressen sind Beispiele solcher Maßnahmen.

Die Beteiligung an der Erasmus Leitaktion 1 ermöglicht zudem besonders die Förderung qualitätsvoller transnationaler Mobilität für Studierende, Lehrende und des administrativen Personals.

Umsetzung der Internationalisierungsstrategie

Umsetzung der Internationalisierungsstrategie

Zur Umsetzung der Internationalisierungsstrategie an der PH Steiermark werden folgende Ziele im Rahmen der Teilnahme am Erasmus Programm verfolgt:

Einhaltung der in der Erasmus Charta angeführten Grundsätze und Umsetzung der damit verbundenen Maßnahmen zu den Mobilitätsprojekten und internationalen Kooperationstätigkeiten an der PH Steiermark;

Integration von Internationalisierung und Mobilität in die Strategie der Hochschule

Wesentliches Ziel dieser Maßnahmen ist es, möglichst allen Personengruppen an der PH Steiermark den Erwerb interkultureller und internationaler Kompetenzen zu ermöglichen durch – die Einbettung von Mobilität im Curriculum; – die Schaffung von (zeitlich oder inhaltlich definierten) Mobilitätsfenstern; – die Verknüpfung von Mobilität und wissenschaftlichem Arbeiten, etwa im Rahmen von Abschlussarbeiten oder durch Einbindung von Studierenden in internationale Forschungs- bzw. Kooperationsprojekte; – die Integration internationaler und interkultureller Kompetenzen in die Curricula;

Gezielte Auswahl an Kooperationspartnern aufgrund von Kriterien wie geographische Lage (Nachbarländer), geographische Verteilung, Studienangebote und Kompetenzprofile von Studiengängen, Balance zwischen Incomings und Outgoings Mobilitäten, Past Performance in Mobilitäten und Kooperationen, Nachhaltigkeit von Kooperationen…

Förderung von Mobilität und internationaler Kooperationen durch verstärkte Kommunikation der Vorteile gegenüber Studierenden, Hochschulpersonal, Hochschulleitungen, Bildungsverwaltung und Politik;

Unterstützung und Förderung ökologisch nachhaltiger Formen der Mobilität und internationaler Kooperationen wie sie auch unter dem Stichwort „Green Erasmus“ diskutiert werden;

Erweiterung der Angebote im Bereich zeitlich und methodisch flexibler Mobilitäts- und Kooperationsformate, unter Berücksichtigung der Möglichkeiten von Blended Learning und Kurzzeitmobilitäten;

Verknüpfung von Internationalisierung mit dem Kernauftrag der verschiedenen Organisationseinheiten

  • Fokus Personalentwicklung: Thematisierung von Personalmobilität/internationaler Kooperationsprojekte in Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitergesprächen sowie Arbeitsvereinbarungen;
  • Gezielte Abstimmung von Weiterbildungsaufenthalten/internationaler Kooperationsprojekte auf die Aufgaben und Bedürfnisse der Organisationseinheiten;
  • Job-Shadowing, Studienreisen;
  • Gemeinsame Lehre / internationale Kooperationsprojekte mit Gastdozierenden;

Sichtbarmachen von Internationalisierungsaktivitäten

  • Intern durch Veranstaltungen, die den Erfahrungsaustausch zwischen Homecomings und mit zukünftigen Outgoings / Incomings fördern oder zu internationalen Kooperationsprojekten
  • Extern, z. B. für Kooperationspartner, etwa durch die Verwendung von E-Learning-Tools, im Rahmen von Videokonferenzen und Blogs;

Sichtbarmachen des Erwerbs wichtiger Skills und interkultureller Kompetenzen (Stichwort „21st Century Skills“) durch Lehrpersonal, Mitarbeitenden und Studierende im Rahmen von Mobilität und internationalen Kooperationsprojekten;

Nutzung von Mobilität und internationalen Kooperationen um die Pädagogische Hochschule und ihre Aktivitäten international sichtbar zu machen

Abbau von Sprachbarrieren

  • Coaching für englisch- bzw. mehrsprachige Lehre/Publikationen/Vorträge
  • Englisch- bzw. mehrsprachige Lehre für Incoming-Studierende
  • Sprachkurse für Outgoing-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter
  • Sprachkurse für Studierende (Incomings und Outgoings)

Verbesserung der Qualität der Mobilität und internationaler Kooperationen in der Pädagog*innenbildung

  • Etablierung eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems für Mobilität, auch zur Sichtbarmachung von Mobilität und ihrer Vorteile;
  • Evaluation und Reflexion von Mobilitäts- und Kooperationserfahrungen, z. B. im Rahmen von Veranstaltungen und der Begleitung von Mobilitätserfahrungen.

Qualitative und Quantitative Ziele in Balance

Nachdem in den letzten Jahren die Anzahl an Kooperationspartnern, Mobilitäten von Studierenden und Hochschulpersonal sowie Projektbeteiligungen stetig gestiegen ist, liegt der Fokus der nächsten Jahre auf einer Balance zwischen Quantität und Qualität.

Zeitplan

Die im Rahmen des Erasmus Programmes geplanten Maßnahmen der Internationalisierung werden im Zeitraum 2021–2027 durchgeführt, evaluiert und gegebenenfalls adaptiert (P-D-A-C Cycle).

Kontakt

Kontakt

Pädagogische Hochschule Steiermark Campus Süd
Institut für Diversität und Internationales
Ortweinplatz 1, 8010 Graz

Telefon: +43 316 8067 6602
E-Mail: international@phst.at, diversitaet@phst.at

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