16. Oktober 2026 – Wie prägen Bildungserfahrungen unser Selbstbild? Und wie sehr beeinflussen gesellschaftliche Normen und Erwartungen unseren Blick auf den eigenen und auf andere Körper? Mit diesen Fragen setzt sich Sandra Hochfellner in ihrer Ausstellung „Linien der Prägung – Über Zuschreibungen, Bildung und die Spuren sozialer Erwartungen“ auseinander. Die künstlerische Serie aus grafischen Arbeiten thematisiert Bildungsgerechtigkeit, Persönlichkeitsentwicklung und die Auswirkungen des Bildungssystems auf die individuelle Wahrnehmung.
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den sichtbaren und unsichtbaren Spuren, die Bildungsprozesse hinterlassen. Schule und Ausbildung vermitteln nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern wirken auch daran mit, wie Menschen sich selbst wahrnehmen und ihre Rolle in der Gesellschaft verstehen. Hochfellners Arbeiten laden dazu ein, diese Prägungen zu reflektieren und gesellschaftliche Erwartungen kritisch zu hinterfragen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem gesellschaftlichen Umgang mit Körpern. Unter dem Titel „Körper lesen“ stellt die Ausstellung die Frage, wie Menschen betrachtet, interpretiert und bewertet werden. Vorstellungen von Schönheit, Geschlecht, Haltung und Angemessenheit sind dabei ebenso Thema wie die Normen, die solche Bewertungen beeinflussen. Die leitende Frage lautet: „Was siehst du? Kannst du betrachten, ohne zu bewerten?“
Die Ausstellung eröffnet einen Raum, um eigene Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen und sich mit dem Zusammenspiel von Bildung, Selbstbild und sozialen Normen auseinanderzusetzen.
Die Ausstellung „Linien der Prägung“ wird am 5. November 2026 um 18 Uhr in der Hochschulgalerie der Pädagogischen Hochschule Steiermark eröffnet und ist anschließend von 6. November 2026 bis 6. Jänner 2027 zu sehen.